1.293 Menschen gerettet, 45.815 Einsätze sowie rund 831 Millionen Euro an Sachwerten gerettet, so lesen sich die markantesten und beeindruckenden Zahlen, die das Landesfeuerwehrkommando Steiermark der heimischen Presse sowie im Zuge einer festlichen Veranstaltung den höchsten Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und befreundeten Einsatzorganisationen sowie den eigenen Funktionären im Prunksaal der „Alten Universität“ in Graz am 13. Jänner 20012 präsentierte.
PRESSEKONFERENZ
LBD Albert Kern und LBDS Gustav Scherz luden gemeinsam mit Landeshauptmann Franz Voves und LH-Stv. Hermann Schützenhöfer die heimische Presse ins Medienzentrum des Landespressedienstes. LBD Kern präsentierte die Einsatzzahlen des Jahres 2011: Konkret waren es 9.394 Brandeinsätze und 33.884 Technische Einsätze. Dies bedeute, so LBD Albert Kern, dass täglich 125 Einsätze bewältigt werden mussten. Insgesamt wurden von den steirischen Feuerwehren über 5,4 Millionen freiwillige Stunden und 259.925 Tätigkeiten unentgeltlich im Dienst der Bevölkerung geleistet. 695 Freiwillige Feuerwehren, 87 Betriebsfeuerwehren und eine Berufsfeuerwehr mit insgesamt 49.614 Mitgliedern sind derzeit registriert und gewährleisten in der Grünen Mark ein lückenloses Sicherheitsnetz.
FESTLICHER NEUJAHRSEMPFANG
Die obigen Zahlen präsentierte LBD Albert Kern anschließend nochmals in der Aula der „Alten Universität“ vor den bereits erwähnten hochrangigen Repräsentanten mit multimedialer Unterstützung. Landeshauptmann Franz Voves zeigte sich von den Zahlen beeindruckt und dankte stellvertretend allen Feuerwehrmitgliedern für ihre ehrenamtlichen Leistungen. „Müssten diese Leistungen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten honoriert werden, sei dies schlichtweg nicht finanzierbar“, so der Landeshauptmann. Das Ehrenamt sei im Jahr 2011 im Mittelpunkt der Berichterstattung gestanden und man könne diese Leistungen gar nicht hoch genug einschätzen, so LH Voves weiter. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass trotz der derzeit laufenden Strukturreformen im Land Steiermark und den damit verbundenen Bezirks- und Gemeindezusammenlegungen dies bei den heimischen Feuerwehren kein Thema sei. Die Politik sei sich bewusst, dass in diesem freiwilligen Bereich kaum eingespart werden könne und durch unsensible Maßnahmen und Einmischung von außen das wertvolle Sicherheitsnetz Schaden nehmen könne.
AUSZEICHNUNGEN
Im Anschluss an den Jahresrückblick wurde Oberbrandinspektor Gerald Zechner von der Freiwilligen Feuerwehr Gössendorf mit dem Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Silber als Lebensretter geehrt. OBI Gerald Zechner hatte am 16. Juli 2011 vier junge Männer gerettet, die mit einem Schlauchboot bei einer Raftingtour in die Schleusenbereich des dort in Probebetrieb befindlichen Kraftwerks geraten waren und dort in Folge in Lebensgefahr schwebten. OBI Zechner – ein erfahrener Höhenretter – ließ sich über eine Höhe von rund 15 Meter zum Boot herab, um die vier Studenten mittels Notrettungsgeschirr einzeln aus ihrer Zwangslage zu befreien.
Fotos: Oswald

























