September272018
BFV HARTBERG: KHD-ÜBUNG MIT ÜBER 350 TEILNEHMERN 14:55 Uhr // BFV HARTBERG // Autor: Pressedienst des BFV Hartberg
„Schwere Gewitter mit Blitzeinschlägen im Raum Dechantskirchen und Friedberg“ lautete die Übungsannahme der diesjährigen Katastrophenhilfsdienst-Übung des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg.

Die Feuerwehren des Abschnittes 3 waren fiktiv im seit dem 21. September 2018 im Dauereinsatz und konnten die Schadenslagen nicht mehr mit den eigenen Kräften bewältigen. Daraufhin wurde Hilfe aus dem Bereichsfeuerwehrverband Hartberg angefordert und die Katastrophenhilfsdienst (KHD) Bereitschaft 47 aktiviert.
Bereits in den Morgenstunden des 22. September 2018 erfolgte die Alarmierung des Bereichsführungsstabes, welcher unverzüglich, zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren, aktiviert wurde und nach Friedberg abrückte.
Um 12.00 Uhr erfolgte die Alarmierung weiteren Kräfte, welche sich unverzüglich zu den Sammelplätzen bzw. Bereitstellungsräumen begaben, um die Schadenslagen abarbeiten zu können.

SCHADENSLAGE Nr. 1
In einem kunststofferzeugenden Betrieb in Friedberg war, vermutlich durch einen Blitzschlag, ein Brand ausgebrochen. Mehrere Personen waren vermisst und es herrscht starke Rauchentwicklung. Durch den Einsatz von Löschwasser besteht Gefahr für das angrenzende Quellschutzgebiet.
Diese Schadenslage wurde durch die Feuerwehren des ersten Zuges (Abschnitt I) abgearbeitet. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der drohenden Gefahr für das Quellenschutzgebiet wurde zusätzlich zum Gefahrstofffahrzeug Hartberg der Chemiealarm-Bereitschaftsdienst der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld und des Landes Steiermark alarmiert. Weiters wurden regelmäßige Luftmessungen durchgeführt um die Schadstoffbelastung durch den Rauch erfassen zu können.

SCHADENSLAGE Nr. 2
Beim Anwesen Vorauer in Kroisbach 1 kam es zu einem Wirtschaftsgebäudebrand. Brandursache war unbekannt. Vor Ort waren keine Menschen vermisst, allerdings wurden in der Garage einige Gasflaschen vermutet.
Ein Landwirt wollte Wasser mit dem Güllefass vom Stögersbach entnehmen und zum Brandobjekt fahren. Im Zuge dessen kam es zu einem technischen Gebrechen am Traktor.  Öl fließt aus und droht den Stögersbach zu kontaminieren.
Diese Schadenslage wurde durch die Feuerwehren des zweiten Zuges (Abschnitt II) abgearbeitet. Nach Herstellung einer rd. 380 m langen Zubringleitung vom Stögersbach Richtung Wirtschaftsgebäude wurde der Brand mittels Hochdruckrohren und unter Verwendung von schwerem Atemschutz gelöscht. Gasflaschen, welche sich im Objekt befanden, konnten in Sicherheit gebracht werden. Auslaufende Betriebsmittel des Traktors in den Stögersbach konnten mittels einer Ölsperre abgefangen und sodann gebunden werden.

SCHADENSLAGE Nr. 3
Nach einer überraschenden schweren Sturmböe in Stögersbach wurde ein Forstarbeiter durch herabfallende Holzteile schwer verletzt. Die Kollegen des Forstarbeiters wollten Hilfe holen, waren dabei allerdings mit ihrem KFZ selbst verunglückt. Die Zufahrtsstraße zu den verunglückten Personen wurde durch umgestürzte Bäume versperrt.
Diese Schadenslage wurde durch die Feuerwehren des vierten Zuges (Abschnitt IV) abgearbeitet. Die eingesetzten Kräfte konnten, aufgrund der raschen und professionellen Hilfeleistung durch Menschenretter, vier Personen aus ihren Zwangslagen retten.

SCHADENSLAGE Nr. 4
Blitzschlag beim Anwesen Handl Dechantskirchen Hohenau 1 lautete die Übungsannahme der 4. Schadenslage. Das Feuer droht auf den angrenzenden Wald überzugreifen. Es befindet befand sich keine Löschwasserversorgung vor Ort. Der nächste Löschwasserbehälter war ca. 1.500 m vom Brandobjekt entfernt. Der nächste Hydrant befand sich beim Rüsthaus Dechantskirchen, welches etwa sechs Kilometer entfernt ist.
Diese Schadenslage wurde durch die Feuerwehren des fünften und sechsten Zuges (Abschnitt V und VI) abgearbeitet. Während der 6. Zug die Zubringleitung vom Löschwasserbehälter bis zu den Faltbehältern, welche als Wasserspeicher dienten, herstellte, baute der 5. Zug die Löschwasserversorgungsleitung zum Brandobjekt auf.

VERSORGUNG IN FESTHALLE EHRENSCHACHEN
Nach der erfolgreichen Bewältigung der Schadenslagen wurden die eingesetzten Feuerwehrzüge zur Versorgung in die Festhalle Ehrenschachen abkommandiert. Dort erfolgte schließlich die Verpflegung der Mannschaft.

Bilanz samt
Den Abschluss der Großübung bildeten eine Bilanzierung sämtlicher Tätigkeiten. Insgesamt waren 356 Teilnehmer mit 54 Fahrzeugen an der diesjährigen KHD-Übung des BFV Hartberg beteiligt.

Fotos: S5 BFVHB

Schadenslage 3: Die Zufahrtsstraße zu den verunglückten Personen wurde durch umgestürzte Bäume versperrt

Die eingesetzten Kräfte konnten vier Personen aus ihren Zwangslagen retten

Unterwegs zur Menschenrettung

Brandbekämpfung durch die KHD-Hilfskräfte

Auslaufende Betriebsmittel des Traktors in den Stögersbach konnten mittels einer Ölsperre abgefangen und sodann gebunden werden

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