November292017
DORNBIRN: GEBÄUDE IN VOLLBRAND 10:49 Uhr // VORARLBERG // Autor: Pressedienst der FF Dornbirn
Am 20. November 2017, um 3.44 Uhr wurde die Feuerwehr Dornbirn mit dem Stichwort f4 zu einem Gebäudebrand an der L 190 in Dornbirn-Wallenmahd alarmiert.

LAGE
Schon auf der Anfahrt wurde vom Gruppenkommandanten des erstanrückenden Fahrzeugs (TLF 4000 vom Standort Hatlerdorf) auf Grund der weithin sichtbaren Flammen die Rückmeldung: „Gebäude in Vollbrand“ abgesetzt. Beim Gebäude handelte es sich um ein ehemaliges typisches Bauernhaus mit einem 2 stöckigen Wohngebäude und einem angebauten Stadel, der zu einem Vereinslokal umgebaut wurde. Das Gebäude war an drei Seiten von Autos umgeben, da sich im Hof östlich des Gebäudes eine KFZ-Werkstatt befand. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs stand das Gebäude bereits auf der ganzen Länge in Vollbrand und der Bereich des Giebels hatte bereits eine durchgebrannte Dachhaut. Die zerspringenden Dachziegel machten eine Vorbeifahrt am Gebäude – trotz der sehr breiten Straße – fast unmöglich. Es befanden sich keine Personen auf der Straße oder vor dem Gebäude, es lagen somit auch keine Informationen über etwaige Personen im Gebäude vor. Im Obergeschoss brannte ein Raum mit hoher Intensität und weit aus dem Fenster schlagenden Flammen.

LÖSCHMASSNAHMEN
Es wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte geteilt. Der Abschnitt Ost umfasste den Innenhof und die östliche Längsseite des Gebäudes – zugeteilt wurden das TLFA 2000 und das KLF 6. Der Abschnitt Süd-West erstreckte sich auf die straßenzugewandten Gebäudeteile – hier wurden das TLFA 4000, die DLK 23-12 der Feuerwehr Lustenau, das KLF 7 und das LFA 2 eingesetzt. In beiden Abschnitten lag der Schwerpunkt im umfassenden Außenangriff, da ein Innenangriff schon beim Eintreffen nicht mehr zielführend erschien und durch die Einsturzgefahr ein unkalkulierbares Risiko bestand. Im Abschnitt Ost erfolgte dennoch eine rasche Suche nach Personen im Gebäude über einen Einstieg in ein Fenster im ersten Obergeschoss mittels Schiebeleiter. Im Abschnitt Süd-West wurde die Personensuche nach Aufbrechen der Haustüre im Erdgeschoss vorgenommen. Es wurden glücklicherweise keine Personen gefunden, obwohl laut Melderegister neun Bewohner gemeldet waren. Daraufhin wurde kein Innenangriff vorgenommen und der Außenangriff mit maßgeblicher Unterstützung der Drehleiter umfassend weitergeführt. Es zeigte sich ein rascher Löscherfolg, lediglich eine ostseitige lange Dachgaube mit einer Blecheindeckung war schlecht zugänglich.

WEITERE MASSNAHMEN
Die vielen direkt am Gebäude abgestellten Autos wurden nacheinander aus dem Gefahrenbereich gebracht. Im Bereich der befestigten Flächen abgestellte Autos wurden mit den Rangierrollen entfernt, die Fahrzeuge auf unbefestigten Flächen wurden mit der Seilwinde des RLF-T 3000 aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Da sich der Dachstuhl rasch weiter nach außen neigte und auf die Straße zu stürzen drohte, wurde der Dachstuhl mit einem Kran abgetragen. Beim Greifen des ersten Balkens stürzte der westseitige Teil des Dachstuhls auf der ganzen Gebäudelänge auf die Straße, was die Einschätzung der akuten Instabilität des Bauwerks bestätigte. Danach wurde mit dem Kran ostseitig die Bleicheindeckung abgetragen und dadurch dann auch hier ein rascher Löscherfolg ermöglicht.  

NACHLÖSCHARBEITEN
Gegen 6.00 Uhr war das Feuer vollständig gelöscht und es konnte die  Hauptverkehrsstraße  für den  einsetzenden Morgenverkehr frei gemacht werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten dann noch bis 9.00 Uhr an.  
Die Brandausbruchsstelle konnte in einem Raum im ersten Obergeschoss lokalisiert werden, die Untersuchungen zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen.

EINSATZKRÄFTE
Feuerwehr Dornbirn: 78 Mann mit KDO, KDOF, TLF 2000, TLF 4000, RLF-T 3000, VF, KLF 1, KLF 6, KLF 7, LF 2, WLF 1 mit AB-Atemschutz,
Feuerwehr Lustenau: Drei Mann mit DLK 23-12, da die DLK der Feuerwehr Dornbirn wegen einer Revision für einige Wochen nicht zur Verfügung steht.
Rotes Kreuz Dornbirn mit zwei Fahrzeugen und neun Einsatzkräften.
Polizeiinspektion und Stadtpolizei Dornbirn mit vier Fahrzeugen.

Fotos: FF Dornbirn

Schon bei der Anfahrt wurde vom Gruppenkommandanten des erstanrückenden Fahrzeugs wegen der weithin sichtbaren Flammen der Ernst der Lage erkannt

Die Drehleiter der FF Lustenau musste angefordert werden, da die DLK der Feuerwehr Dornbirn wegen einer Revision für einige Wochen nicht zur Verfügung steht

Die Einsatzstelle wurde in zwei Abschnitte geteilt

Zerspringenden Dachziegel stürzten auf die Straße – auch der Dachstuhl drohte vom Dach zu kippen

Bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand

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