Februar092019
NEUER EINSATZREKORD BEI DEN STEIRISCHEN FLORIANIJÜNGERN 12:35 Uhr // STEIERMARK // Autor: BR Thomas Meier, MA, LFV Steiermark
Steirische Feuerwehren zogen Bilanz für 2018.

Am 8. Februar 2019 wurde im Festsaal der Raiffeisen-Landesbank AG in Raaba, im Beisein vieler Ehrengäste und Funktionäre, auf das Einsatzjahr 2018 zurückgeblickt. Die Bilanz für 2018 weist 54.348 Einsätze auf – die meisten davon (39.733) waren technischer Natur. Zusammen mit Ausbildung, Übung, Verwaltung, Bewerbswesen und sonstigen Tätigkeiten wurden 2018  rund 6,3 Millionen Einsatz- und Arbeitsstunden erbracht.

PRÄSENTATION
Alljährlich präsentiert der Landesfeuerwehrverband Steiermark die Leistungsbilanz aller steirischen Feuerwehren. Beim Empfang des Landesfeuerwehrverbandes im Veranstaltungssaal der Raiffeisen-Landesbank AG in Raaba-Grambach wurde von  LBD Reinhard Leichtfried ein Resümee zum Einsatzjahr 2018 gezogen.

MENSCHENRETTUNGEN
Aus der Statistik des Landesfeuerwehrverbandes geht hervor, dass 1.805 Menschen und 2.096 Tiere gerettet werden konnten, sowie rund 940,2 Millionen Euro an Volksvermögen gerettet werden konnte.

DIE ZAHLEN IM DETAIL
Im Jahr 2018 wurden von den rund 50.000 steirischen Florianis bei 338.429 Gesamttätigkeiten in Summe 6.269.322 Einsatz- und Arbeitsstunden (+ 569.311 gegenüber 2017) geleistet. Bei einem fiktiven Stundenlohn von 30 Euro ergibt das einen Gegenwert von rund 188 Millionen Euro.
Die steirischen Feuerwehrkräfte wurden im Berichtsjahr 2018 zu insgesamt 54.348 Einsätzen alarmiert (+3.193 zu 2017).

BRANDEINSÄTZE
Davon entfielen 14.615 Einsatztätigkeiten auf Brandeinsätze (inkl. 4.172 Brandsicherheitswachen). Das ist ein Plus von 1.654 Brandeinsätzen (inkl. den Brandsicherheitswachen) zu 2017.

TECHNISCHE HILFELEISTUNG
Auf „Technische Hilfeleistung“ entfielen 2018 exakt 39.733 Einsätze. (+1.539 zu 2017). In Summe wurden bei den 54.348 Einsätzen exakt 608.996 Einsatz-Mannstunden geleistet. (+ 31.783 Stunden zu 2017).
Übungen, Ausbildungen, Bewerbe und Sonstige Tätigkeiten (Verwaltung, Jugendarbeit, Wartung, Finanzielles und Veranstaltungen etc.) schlagen sich mit 284.081 Tätigkeiten zu Buche (+21.410 zu 2017). Dafür wurden 5.660.326 Stunden (+537.518 zu 2017) aufgewendet.
 
KÜNFTIGE HERAUSFORDERUNGEN
Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried präsentierte beim Empfang in der Raiba- Landeszentrale nicht nur die Bilanz, sondern ging in seinem Interview auch auf aktuelle Themen und künftige Herausforderungen ein.  „Wenn wir über Herausforderungen sprechen, so Leichtfried, „dann sprechen wir über Themen wie Erfordernisse zur Bewältigung von Elementarereignissen und Naturkatastrophen, über künftige Finanzierung von Stützpunktfeuerwehren und Stützpunktgeräten, über gesetzliche Rahmenbedingungen – Stichwort gesellschaftlicher Mehrwert bzw. Motivation für Feuerwehrmitglieder in den Bereichen gesundheitliche Vorsorge, Steuer und Pension, Ausbildung und Dienstfreistellung und dergleichen,“  
Bis zum Sommer will der LFV ein neues Konzept erarbeiten und den Fahrzeug und Gerätepark evaluieren (Stichwort Stützpunktfeuerwehren), da in manchen Bereichen nachgerüstet werden muss, um den neuen Herausforderungen des Klimawandels trotzen zu können. Leichtfried sieht die Politik bei diesem Thema in der Pflicht, ebenso „wenn es um Rahmenbedingungen für die Zukunft geht – Stichwort Bonus und Anreizsystem für die Arbeitgeber“.
 
JUBILÄUMSJAHR
Hinsichtlich des Jubiläumsjahres 2020 (150 Jahre Landesfeuerwehrverband Steiermark) kündigte LBD Leichtfried an, dass  in den verschiedensten Sachgebieten schon fleißig gearbeitet wird, um ein rundes Programm auf die Beine zu stellen. „Fest steht, dass wir am 19. März eine Festsitzung in Graz abhalten werden, wo wir diesem Jubiläum einen würdigen Rahmen bieten wollen“.  Zusätzlich ist Graz in den Sommermonaten des Jahres 2020 ja auch Gastgeberstadt für den Landesfeuerwehrtag, den Landesfeuerwehrleistungsbewerb – und auch für die Landesjugendbewerbe mit dem Jugendlager.
 
LH-STV MICHAEL SCHICKHOFER
Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Michael Schickhofer dankte, als politisch zuständiger Referent, den steirischen Feuerwehren und ihren Mitgliedern für die 6,3 Millionen Einsatz- und Leistungsstunden. Neben einem Rückblich skizzierte Schickhofer auch seine Ideen und Ansätze rund um den Zukunftsprozess Steiermark 2030+. „Die Feuerwehren sind mir ein großes Anliegen. Daher treffe ich bei den Feuerwehrstammtischen, gemeinsam mit eurer Führungsspitze, gerade die steirischen Feuerwehrkommandanten. Dort hören wir dann, wo es den Kommandanten unter den Nägeln brennt“.

LH HERMANN SCHÜTZENHÖFER
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer war der dritte Interviewpartner von Moderator Gregor Waltl: „Mein großer Dank gilt den rund 50.000 Frauen und Männer der steirischen Feuerwehren, davon rund 40.000 im Aktivstand, die Tag für Tag einen großartigen und vorbildlichen Einsatz leisten“.
 
FESTLICHER RAHMEN
Musikalisch wurde der knapp einstündige Festakt vom „Quartetto KONSpirito“, Schüler des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums, umrahmt. Beim danach folgenden Empfang sorgte ein Trio von der Dr. Jekyll & The Hyde Company für den guten Ton. Den tollen Blumenschmuck stellte die Gärtnerei Leitner aus Raaba dankenswerterweise zur Verfügung.

Fotos: BR Franz Fink, LFV Steiermark

Hochrangige Ehrengäste waren der Einladung zum Neujahrsempfang des LFV Steiermark gefolgt

Moderator Gregor Waltl beim Interview mit LBD Reinhold Leichtfried

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer dankte allen Feuerwehrmitgliedern für ihre ehrenamtlichen Leistungen

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Michael Schickhofer skizzierte seine Ideen und Ansätze rund um den Zukunftsprozess Steiermark 2030+

LBD Reinhold Leichtfried, Hermann Schützenhöfer, LH-Stv. Mag. Michael Schickhofer und LBDS Erwin Grangl (von links)

Das „Quartetto KONSpirito“ des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums umrahmte die Veranstaltung musikalisch

Der Festsaal der Raiffeisen-Landesbank AG in Raaba war geschmackvoll dekoriert

Das moderne Ambiente im Raiba-Zentrum in Raaba

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