Februar062019
PRÄVENTIONSTAG DER FEUERWEHRJUGEND DES BEZIRKES HERMAGOR 16:27 Uhr // KÄRNTEN // Autor: OFM Martina Eder
Die Jahre 2018 und 2019 stehen für die Kärntner Feuerwehrjugendgruppen im Zeichen der Gesundheitsförderung.

Um dieses Ziel zu erreichen, organisieren die Feuerwehrjugendgruppen der einzelnen Bezirke zu verschiedensten Themen Projekte. Der Bezirk Hermagor bearbeitete den Themenkomplex „Gesunde Ernährung, Übergewicht und Essstörungen“.

DAS PROJEKT
Der Bezirksfeuerwehrjugendbeauftragte, BI Franz Pfaffenberger, motivierte sein Betreuerteam mit großem Engagement zu dieser, für die Feuerwehr bisher außergewöhnlichen, Aufgabe. Die Jugendfeuerwehren des Bezirkes Hermagor teilten den Themenkomplex in verschiedene Unterkategorien, die dann von den einzelnen Jugendgruppen bearbeitet wurden. Eine Gesamtvorstellung der vorbereiteten Themen erfolgte am 26. Jänner 2019 im Rathaus von Hermagor.

MILCHPRODUKTE AUS DEM OBEREN GAILTAL
Da der Bezirk über eine Vielzahl an großartigen, regionalen Produkten verfügt, bearbeitete jede Region ihren Schwerpunkt. Wie könnte es anders sein, als dass die Feuerwehrjugend aus der Gemeinde Kötschach-Mauthen den Sektor der Milchprodukte abdeckte. Die Familie Warmuth vlg. Bischof war hierfür der perfekte Ansprechpartner. Jahrelange Erfahrung – das Leben in und mit der Natur – und ihr vielfältiges Wissen über Milch und deren Erzeugnisse, machte das Projekt und die Präsentation enorm authentisch und lehrreich. Eine lebendige, jugendgerechte und humorvolle Präsentation brachte allen Jugendlichen wichtige Informationen über Milch und Milcherzeugnisse näher. Beim Butterschütteln bewiesen die einzelnen Jugendlichen Ausdauer. Als Belohnung konnte die selbstproduzierte Butter auch verkostet werden.

HONIG AUS DER ERLEBNISIMKEREI IN MITSCHIG
Bienenexperte und Ausbildner am Sektor der Imkerei, Mag. Arno Kronhofer, führte die Jugendlichen in die aufregende Welt der Imkerei ein. Er verdeutlichte die Wichtigkeit der Bienen und brachte den Jugendlichen mit Hilfe eines Jugendfeuerwehrmitgliedes und passionierten Jungimkers, vielerlei Interessantes rund um den Honig nahe. Betrachten und Verkosten kamen natürlich auch nicht zu kurz. Die Feuerwehrmitglieder konnten sich aktiv an der interessanten Präsentation beteiligen und wurden mit den verschiedensten Produkten rund um den Honig verwöhnt.

BROT VON DER FAMILIE HERZOG AUS PODLANIG
Da leider eine Gruppe kurzfristig ausgefallen war, übernahm die Feuerwehr Mitschig den Themenbereich Brot. Familie Herzog aus Podlanig, ein sehr projekterfahrener Betrieb am Sektor Brot, stand mit großem Engagement zur Seite. Durch eine Einladung zum Brotbacken und die Zurverfügungstellung der verschiedensten Getreidekörner, Mehlsorten und anderen Anschauungsmaterialien wurde eine interessante Präsentation so kurzfristig möglich. Natürlich wurden das selbstgebackene Brot sowie andere, von Feuerwehrmitgliedern hergestellte Sorten, verkostet. Ein kurzes Getreidequiz, Geheimtipps rund ums Backen und die Möglichkeit, selbst Getreide zu mahlen, sowie verschiedene Sorten zu vergleichen, begeisterten die Jugendlichen.

KRAUT AUS DEM GITSCHTAL
Welches Tal könnte das Thema besser präsentieren als das Gitschtal? Ein manchmal sehr in den Hintergrund gerücktes Produkt, gewann im Gitschtal große Bedeutung. Mit Begeisterung brachten die Jugendlichen den Wert dieses vielseitigen Nahrungsmittels dar. Neben geschichtlichen und regionalen Eigenheiten wurde der enorme Gesundheitswert von Kraut in den Mittelpunkt gerückt. Die Jugendgruppe führte das Projekt in der „Krautzeit“ durch. Es wurde Kraut gehobelt, in den Gärtopf gefüllt und vieles mehr. Dass die Jugendlichen viel Spass daran hatten, zeigten die Bilder am großartigen, selbst gestalteten Plakat. Ihre interessante Präsentation bewies, dass sie dabei viel gelernt hatten. Der Krauthobel durfte als Anschauungsstück natürlich nicht fehlen.

GESUNDE ERNÄHRUNG UND REGIONALITÄT
Die Gemeinde Hermagor übernahm den allgemeinen Teil und versuchte mit Hilfe der Diätologin und Ernährungsberaterin Sigrun Wassertheurer-Gasser, Fachwissen jugendgerecht, umsetzbar und verständlich zu vermitteln. Der erste Schwerpunkt lag auf der Regionalität und dem Wert gesund erzeugter Nahrungsmittel. Dazu wurde beispielsweise der Hühnerbetrieb der Familie Presslauer in Stranig besucht oder auch der Milchbetrieb der Familie Steinwender in Untermöschach. Abhofverkauf und regionaler Einkauf in Geschäften wurde gemeinsam mit den Jugendlichen kennengelernt. Die Ernährungsexpertin präsentierte auf verständliche Art Wissenswertes über unseren Körper und verschiedenste Produkte. Sie brachte Alt und Jung zum Staunen und Nachdenken. Um den Jugendlichen die Zuckermengen in den Produkten zu verdeutlichen, wurde ein „Würfelzucker-Spiel“ gemacht und gemeinsam schmackhafte Alternativen produziert. Vorab produzierten die Jugendlichen leckere Müsliriegel und stellten vor Ort ihr eigenes Stracciatella-Joghurt gemeinsam her. Ein schmackhafter, frischgepresster Obst-Gemüse-Saft löschte den Durst der aktiven Teenager. Zum Abschluss wurde ein kurzer Blick auf das Essverhalten geworfen und gemeinsam mit den Jugendlichen in einer Übung bearbeitet.

INTERESSIERTE BESUCHER
Die Landesfeuerwehrjugendbeauftragte Claudia Sticker und ihr Mann, der das Projekt dokumentierte, beehrten den Bezirk mit ihrer Anwesenheit und Wertschätzung. Auch vonseiten der Gemeinde gab es Interessenten. Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Zimmermann verfolgte das Projekt mit großer Aufmerksamkeit. Auch der Hausherr, Bürgermeister Siegfried Ronacher, sowie einige Vertreterinnen des Kiwanis Club Karnische Region zeigten großes Interesse an der Aktivität der Feuerwehrjugend.

DANK
Bezirksjugendbeauftragter BI Franz Pfaffenberger sprach allen Dank aus, die gemeinsam mit den Jugendlichen zu den einzelnen Themen gearbeitet hatten. Er dankte für die Zeit, den Wissensaustausch und das Engagement für die Jugend.

Fotos: BM Patrick Pettauer, BM Arnold Ebenwaldner

Präsentation am 26. Jänner 2019 im Rathaus von Hermagor

Die Jugendlichen hatten sich gut vorbereitet

Die Diätologin und Ernährungsberaterin Sigrun Wassertheurer-Gasser vermittelte umfangreiches Fachwissen

Mit Begeisterung brachten die Jugendlichen den Wert gesunder und nachhaltiger Nahrungsmittels dar

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