Juni122018
UNWETTERFRONT FORDERT FEUERWEHREN 23:27 Uhr // STEIERMARK // Autor: BR d. ÖBFV Thomas Meier
Nahezu alle Bereichsfeuerwehrverbände betroffen – 1.500 Feuerwehrmitglieder bei Aufräumarbeiten tätig!

GEWITTERFRONT UND ORKANARTIGEN WINDBÖEN
In vielen Teilen der Steiermark führte eine Gewitterfront mit orkanartigen Windböen, Starkregen und Hagel zu beträchtlichen Schäden und Behinderungen.  Das erfordert aktuell vielerorts die Hilfe von Feuerwehren.  Das Fazit der Unwetterstunden: orkanartige Windböen mit Spitzen über 100 km/h sorgten für eine Vielzahl von entwurzelten bzw. geknickten Bäumen bzw. für heruntergebrochene Äste, Dächer wurden beschädigt bzw. abgedeckt, auch Stromleitungen gingen kaputt. Geknickte Bäume führten dazu, dass das Passieren von Straßen, Gehwegen oder Gleisanlagen blockiert oder nahezu unmöglich war. Ebenso wurden durch umfallende Bäume bzw. herabfallende Äste Hausdächer beschädigt bzw. durch den Sturm vereinzelt sogar abgedeckt, ebenso wie es zu Schäden an Stromleitungen und Kraftfahrzeugen kam.
 
GRAZ: UNWETTER FORDERT MENSCHENLEBEN
Überdies sorgten massive Niederschläge und Hagelschlag in einigen Gebieten für überflutete Straßen und Objekte, für kleinere Rutschungen bzw. für Verschlammungen und Unterspülungen. Abgesehen von einer Vielzahl an Sachschäden forderte die Unwetterfront im Grazer Stadtpark ein Menschenleben, wie die BF Graz in einer gesonderten Presseinformation bekannt gegeben hat.
 
STARK BETROFFEN
Besonders stark betroffen von diesem Elementarereignis waren/sind die Landeshauptstadt Graz sowie die Bereichsfeuerwehrverbände Voitsberg, Weiz, Graz-Umgebung, Deutschlandsberg, Bruck an der Mur, Fürstenfeld, Feldbach und Hartberg. Punktuelle Einsatztätigkeiten im Rahmen der Unwetterfront waren aber auch in den BFVs Leibnitz, Liezen, Murau und Mürzzuschlag zu verzeichnen. Hunderte Notrufe wurden von den Disponententeams in der Landesleitzentrale Florian Steiermark, den redundanten Bereichsflorianstationen sowie von der BF Graz in den Nachmittags- und Abendstunden entgegengenommen und disponiert.

370 EINSÄTZE
Letztlich sind es bereits rund 370 Einsätze (außer Graz), die im Zeitraum von heute 0.00 Uhr bis 20.30 Uhr am Abend angefallen sind. Die knapp 270 Unwettereinsätze (Aufstellung siehe tieferstehend; Zahl wieder außer Graz) sind ab dem Nachmittag angefallen.
 
200 FEUERWEHREN IM EINSATZ
In Summe standen bereits über 200 Feuerwehren im Einsatz – laufend kommen derzeit noch Einsätze dazu, die Anzahl der Notrufer ist jedoch zur Stunde bereits leicht abnehmend. Die Lage soll sich laut meteorologischen Informationen zufolge ab 22.00 Uhr spürbar zu beruhigen beginnen, die Nachtstunden sollten dann störungsfrei verlaufen. Derzeit befinden sich laut den uns zur Verfügung stehenden Informationen rund 1.500 Feuerwehrmänner -und frauen im Einsatz, um die Unwetterschäden zu beseitigen.
 
HAUPTAUFGABEN
Die Hauptaufgaben für die Feuerwehrkräfte lagen bzw. liegen im Entfernen entwurzelter bzw. geknickter Bäume und Strommasten bzw. im Sichern und Freimachen von Verkehrswegen sowie im Auspumpen/Ausschaufeln von überfluteten Objekten. Die Dauer der Aufräumarbeiten wie auch die durch die Unwetter hervorgerufenen Sachschäden sind derzeit noch nicht abzuschätzen.
 
LANDESFÜHRUNGSSTAB
Bereits in den frühen Abendstunden wurde in Abstimmung von Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Reinhard Leichtfried und dem Landessonderbeauftragten für den KHD-Dienst in der Steiermark, Oberbrandrat Volker Hanny, der Landesführungsstab aktiviert. Dieser wird weiterhin in Bereitschaft verbleiben.

ÜBERÖRTLICHEN EINSATZUNTERSTÜTZUNG IN GRAZ
Aus dem Bereich Graz-Umgebung wurde ein Zug mit elf Fahrzeugen und 66 Mann zur überörtlichen Einsatzunterstützung in das Stadtgebiet Graz entsendet. Weitere Kräfte stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Fotos: FF Rossegg (2x), FF Vordersdorf (1x), FF Wald (1x)

 

Umgestürzte Bäume in Rossegg

Rossegg: Bäume wurden wie Zündhölzer geknickt

Versperrter Verkehrsweg bei Vordersdorf durch einen umgestürzten Baum

Umgestürzte Bäume bei Wald bei Stainz

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