Im Labor·19. Oktober 2026·Ausgabe 6/2025

Die große Explosionskraft von Acetylen kann durch ein einfaches Experiment gezeigt werden, welches auch die Grundlage des legendären Böllerschießens mit Karbid darstellt.

Der Versuch. Das Karbid (haselnussgroß) wird mit der Tiegelzange angefasst und in die mit einem kleinen seitlichen Loch versehene Dose geworfen. Nun spritzt man Wasser in die Dose und kann die spontane Reaktion mit dem Karbid beobachten, welche man nach einigen Sekunden mit dem Deckel verschließt. Bei Annäherung der Feuerzeugflamme zum Loch in der Dose erfolgt eine mehr oder weniger mächtige Explosion mit lautem Knall, durch welche der Deckel weggeschleudert wird.

Erklärung. Bei der Reaktion des Karbids (CaC2) mit Wasser (H2O) entsteht Acetylengas (C2H2) und Kalziumhydroxid (CaOH)2). Da Acetylen in Luft zwischen 2,5 und bis 82 Vol.-Prozent explosiv ist, kann es bei diesem Experiment fast immer gezündet werden. Wenn ein mittleres Gemisch vorhanden ist, tritt eine äußerst heftige Reaktion auf (stöchiometrisches Gemisch).

Sicherheitsvorschriften. Die Dose nicht gegen sich selbst und andere Personen und empfindliche Gegenstände richten, da der Deckel meist mit großer Wucht weggeschleudert wird. Achtung auf Deckenverkleidungen und Lampen, die ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden können!

! WARNHINWEIS ! Die Durchführung der beschriebenen Experimente erfolgt auf eigene Verantwortung. Für mögliche Schäden oder Unfälle wird keine Haftung übernommen.